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Teichbau

Der Teichbau

Teiche sind eine Bereicherung für jeden Garten. Jeder Besitzer genießt die Stille und das bunte Leben in und um seinem Teich. Bevor es jedoch soweit ist, gibt es einige Dinge, die Sie beachten sollten, damit Ihrem Traum-Gartenteich nichts mehr im Wege steht.

Die Teich-Planung

Der erste und wichtigste Schritt ist die Planung des Koiteiches. Bei dem Entwurf sollten Sie folgende Faktoren beachten: Standort, Größe und Form des Teiches, Material und Standort des Filtersystems ( Stromkabel ).

Legen Sie Ihren Teich möglichst so an, dass er nicht ständiger Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist, aber auch möglichst nicht unter Laubbäumen liegt. Bauen Sie Ihren Teich so groß und tief wie möglich. Kleine Wassermengen erwärmen sich schnell und kühlen ebenso schnell wieder ab, während die Wassertemperatur in größeren Teichen konstanter bleibt. Darüber hinaus bieten größere Teiche auch mehr Schwimmraum für ihre Fische. Ein Goldfischteich sollte mindestens 80 cm tief, ein Koi-Teich mindestens 120 bis 150 cm tief sein.

Prinzipiell gilt: sparen Sie nicht am falschen Ort, wie z. B. an der Filteranlage. Ist die Filteranlage nicht groß genug, so muss sie sehr oft gereinigt werden und das Teichwasser wird vor allem bei Koi-Karpfen nie eine ausreichende Qualität erreichen! Um eine gute Wasserzirkulation zu erreichen sollte auf eine geeignete Teichform geachtet werden. Bei pumpenbetriebenen Filtersystemen sollte die Filterspeisepumpe an der tiefsten Stelle im Teich und so weit wie möglich vom Filterrücklauf entfernt aufgestellt werden. Auf diese Weise kann das Wasser am besten zirkulieren. Außerdem ist zu berücksichtigen, dass Koi tiefe Teiche für die Überwinterung benötigen. Hier sollte die Temperatur nicht unter 4 Grad sinken. Wasserspiele oder Wasserfälle beleben das Gesamtbild und eine ausreichende Bepflanzung trägt zu einem harmonischen Gesamtbild bei. Für die typische und besondere Atmosphäre sorgen z.B. Pagoden und Steinlaternen.

Wichtig:
Wasser und Strom können eine gefährliche Kombination sein. Außenkabel sollten immer durch Leitungskanäle geführt werden. Die Installation sollte mit einem Sicherheitsschutzschalter versehen werden.

Zur Auswahl stehen verschiedene Materialien um einen Teich anzulegen. Die beiden beliebtesten möchten wir Ihnen hier vorstellen:

Der Folienteich

Teichfolien sind das beliebteste Material und bieten mehr Gestaltungsfreiheit! Sie können sehr leicht in Eigenarbeit verlegt werden. Folien gibt es in verschiedenen Breiten und sind unterschiedlich dick. So sind der Formgebung Ihres Teichs keine Grenzen gesetzt.

Polyäthylen-Folien eignen sich nicht. Besser sind PVC-Folien, sie haben eine Lebensdauer von bis zu 20 Jahren.

Am besten eignet sich EPDM-Folie. Sie ist zu 100% UV- und ozonbeständig. Die extreme Elastizität (400% dehnbar) macht sie weitgehend resistent gegen Wurzeldurchwuchs. Sie kann ohne Unterlage direkt verlegt werden. Auf die hochwertige Qualität wird 30 Jahre Materialgarantie gewährt.

Die verlegte Folie sollte nicht unter Spannung stehen, da Sie sonst einreißen kann. Bei der Anlage, sowie Pflege des Teiches muss darauf geachtet werden das die Folie nicht durch scharfe Gegenständen zerrissen wird. Damit die verlegte Folie vor spitzen Steinen geschützt ist, sollte unter der Folie eine Schicht mit feinen Sand angelegt werden. Außerdem sollten spezielle Matten oder Fliese über dieser Sandschicht ausgelegt werden.

Es empfiehlt sich, eine große und flach abfallende Uferzone anzulegen. Diese Zone bietet vielen Tieren und auch jungen Fischen Schutz und ist sehr gut für eine abwechslungsreiche Bepflanzung geeignet.

Fertigteiche

Fertigteiche bieten durchaus eine Alternative zu Folienteichen. Diese Kunststoffteiche haben verschiedene Formen und sind unterschiedlich tief. Allerdings bieten diese Teiche eine Reihe von Nachteilen:

Fertigteiche sind durch Ihre Unhandlichkeit sehr schwer zu transportieren und können nicht an die gegebenen Bedingungen in Ihrem Garten angepasst werden. Außerdem haben die meisten Fertigteiche nur eine sehr kleine Uferzone, die in der Regel auch sehr flach ist. Dies schränkt den Lebensraum vieler Tiere und auch den Raum für eine attraktive Uferbepflanzung deutlich ein.

Um diese Teiche richtig in den Boden einzusetzen, muss die ausgehobene Mulde mit einer Sandschicht bedeckt werden. Der freie Raum zwischen Mulde und Behälter muss komplett mit Sand aufgefüllt werden. Hierbei sollten Sie regelmäßig prüfen, ob der Teich auch waagerecht steht.